Spekulationssteuer völlig unrealistisch

19.12.2011 - 12:11 Uhr
Als „völlig unrealistisch“ sieht ÖVI Geschäftsführer Anton Holzapfel die von Bundeskanzler Werner Faymann geschätzten Einnahmen in Höhe von 700 Mio Euro, die eine Abschaffung der zehnjährigen Spekulationssteuer dem Staat an Einnahmen bescheren würde. Selbst im Finanzministerium bezweifelt man -- wie der Standard in seiner gestrigen Ausgabe berichtete -- diese Annahmen.

Demzufolge würden die Erlöse nur zwischen 100 bis 150 Mio. Euro betragen. Die grundsätzliche Schwierigkeit, so ÖVI Steuerexperte Mag. Walter Stingl, besteht in der Festlegung des Anschaffungswerts, insbesondere dann, wenn dieser über Jahrzehnte zurückliegt oder aber die Immobilie über Generationen vererbt wurde, was die Ermittlung des Gewinns in vielen Fällen gar nicht möglich mache. Walter Stingl gibt darüber hinaus zu bedenken, dass beim Verkauf dann zumindest auch die Inflation abgegolten werden müsste. Würde die Spekulationssteuer jedoch --  analog zur Wertpapiersteuer nur für neu erworbene Aktien oder Fondsanteile -- gelten, würden zusätzliche Einnahmen jedoch erst mit sehr großer Verzögerung fließen.

Links
Zweifel an Faymanns Immobiliensteuer -- Der Standard vom 14.12.2011

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